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Werde der, der Du werden kannst!

Der Blog zum I Ging

Nicht zu viel geben!

IGing_Hilfsbereitschaft

Beim Thema Hilfsbereitschaft merkt man deutlich den kulturellen Unterschied zwischen dem IGing und unserer westlichen geprägten Kultur. Während wir häufig in der katholisch geprägten Denkweise unterwegs sind „Geben ist seliger denn Nehmen“ formuliert das IGing: „Du musst Dir genau überlegen, wie viel Du gibst.“

Die Folgen „übermässigen Gebens“

Manchmal meinen wir es „zu gut“ mit dem anderen. Anstelle von maßvollem Handeln überschütten wir unser Gegenüber. Das kann zum Beispiel in Form von Informationen sein oder auch von Nähe, oder ganz lapidar mit materiellen Dingen. Die Folge solchen Verhaltens kann sein: Du überforderst den anderen.

In eben genanntem Beispiel hat unser übertriebenes Verhalten direkten negativen Einfluss auf unser Gegenüber. Doch auch das Gegenteil kann passieren: Menschen, die immer nur geben und sich aufopfern bis zum letzten Hemd, geraten oft in die Falle, dass sie sich selbst ausbeuten bzw. von ihren Mitmenschen ausgebeutet werden.

Geben und Nehmen im Ausgleich

Das IGing baut auf Yin und Yang. Wo zu viel von einem ist, kann ein Ausgleich nur geschaffen werden, indem das, wovon es zu wenig gibt, vermehrt wird. Wir finden dieses Prinzip in vielen Teilbereichen des I Ging wieder: Z.B. bei der funktionierenden Partnerschaft, Hexagramm 11- der Friede, bei dem sich der Stärkere dem Schwächeren unterordnet. Oder, dass bei der Bestimmung eines Hexagramms immer die Minderheit das Zeichen bestimmt. Es gibt noch eine Menge anderer Beispiele, worum es aber immer geht, ist der Ausgleich. Dass die Dinge sich die Waage halten. Ähnlich ist es bei der Hilfsbereitschaft.

Mit welchem Ziel gebe ich?

Unabhängig von meiner eigenen Motivation zur Hilfe oder zum „Abgeben“ muss ich auch überlegen, welche Art von Hilfe ich dem anderen angedeihen lassen möchte. Gebe ich, damit der andere „versorgt“ ist? Dann nehme ich in Kauf, dass sich ein Stück weit eine Abhängigkeit entwickelt, die dem anderen eher auf kurze Sicht hilft als auf lange. Gebe ich jedoch mit der Absicht, dass der andere seine eigenen Talente entwickelt, um damit langfristig besser für sich selbst sorgen zu können, schaffe ich für und mit dem anderen mehr Möglichkeiten für die Zukunft.

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten

In einem Gleichnis aus dem Matthäus-Evangelium heisst es dazu sinngemäß: Ein Herr, der sich auf eine Reise begab, vertraute seinen drei Knechten Geld an, um nach seiner Rückkehr über ihre Leistung zu urteilen und sie zu entlohnen. Zwei der beiden Knechte wirtschafteten mit ihrem Geld und verdoppelten ihr Vermögen während der Abwesenheit ihres Herrn. Der dritte nahm das Geld, vergrub es in einem sicheren Versteck und wartete die Rückkehr des Herrn ab.

Als dieser zurückkam, belohnte er die beiden ersten Knechte mit Reichtum und Macht, weil sie fleissig gewirtschaftet hatten. Dem dritten nahm er das Geld, das er ihm gegeben hatte, ab und ließ ihn verstossen, da er faul gewesen war und seine Gabe ohne Wertschätzung behandelt hatte. Ein bezeichnender Satz aus dem Gleichnis lautete: „Wer hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird genommen werden.“

Das vollständige Gleichnis könnt Ihr zum Beispiel hier nachlesen: Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten.

Was meint Ihr zur Definition des I Ging?

Eine gute Zeit!

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  1. Luise

    Viele Menschen kennen wohl beides. Vor vielen Jahren habe ich an einem Seminar teilgenommen mit dem Titel “Gott sei dank, bin ich an ihrer Hilfe nicht gestorben”. Ich gebe zu, der Titel klingt hart, aber genau so ist er auch gemeint, wenn es um Hilfe geht. Die Chance, Geben und Nehmen in einem gesunden Verhältnis zu bringen, ist durch das Erkennen der eigenen Wertigkeit und Fähigkeit und die des/ der Anderen möglich. Für mich ist es an eine Bedingung geknüpft: es muss unschuldig sein und ein Gefühl des einfachen, absichtslosen Sein hinterlassen, getragen von einer klaren Vorstellung der eigenen Werte und Prioritäten. Das I Ging hilft uns zu unterscheiden.

    • Marlies

      Das ist ein sehr wertvoller Beitrag für mich, denn ich neige dazu, zuviel zu geben und förmlich Hass da zu ernten. Ich bin dabei zu lernen, hier ein gesundes Maß einzuhalten.

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