boat-mooring-1644831

Es gibt im I Ging sogenannte Kalenderhexagramme, bei denen jeder Monat des Jahres einem bestimmten Hexagramm zugeordnet ist, analog zum Kreislauf in der Natur. Eines davon ist die 24, die Wiederkehr, und es ist dem Januar zugeordnet (streng genommen sind wir somit also einen Monat zu früh dran, aber ein Ausblick in die Zukunft kann ja auch nicht schaden, oder?)

Die 24 folgt im Jahreszyklus auf Hexagramm 2, die Erde, und wer die beiden Zeichen betrachtet, erkennt auch schnell warum: Die Erde besteht aus sechs Yin-Strichen, stoßen wir eine Wandlung auf der ersten Linie an, bildet diese eine Yang-Linie und somit die Linien als Ganzes das Hexagramm 24. Wir befinden uns also ursprünglich im Zustand umfassenden Yins. Es ist kaum oder gar keine Energie mehr da, wir sind mehr bereit, aufzunehmen und unsere Energien zu sammeln als von selber in Aktion zu kommen.

Die Wandlung auf der Linie 1 zeigt den Beginn einer Veränderung an. Es entsteht ein neuer Funke Aktivität, in der Natur erkennen wir die Veränderung unter anderem am Längerwerden der Tage.

Psychologisch gesehen bedeutet das Bild auch: auf seinen ursprünglichen Weg zurück kommen. Wir müssen unsere Bedürfnisse und Fähigkeiten achten, das heisst zum einen, wir müssen unsere Talente erkennen und zum Einsatz bringen, sonst schlummern sie und wir erfahren keine Bestätigung und keine Erfüllung. Andererseits müssen wir wertschätzend mit unseren Ressourcen umgehen, sonst „verheizen“ wir uns und steuern in Antriebslosigkeit oder Überforderung. Beides zusammen genommen, bedeutet, an seinem Fundament zu arbeiten (Linie 1!) und sein Urvertrauen zu stärken.

Ist mein Urvertrauen geschwächt, laufe ich Gefahr meine Bestätigung statt über meine inneren Werte über äußere Ersatzbefriedigungen zu suchen, wie z.B. leere Statussymbole, die keinen Wertigkeit besitzen, sondern nur Zufriedenheit vorspiegeln.

Wie kann ich feststellen, ob ich mich um die Arbeit an meinem Fundament drücke oder ob der Weg, den ich gehe, tatsächlich der meines Herzens ist? Stellt Euch folgende Fragen (sicherlich gibt es noch mehr als diese, aber für den Anfang sind diese genug) und hört darauf, was Eure innere Stimme Euch dazu sagt:

  • Bin ich mit meiner beruflichen Situation zufrieden und glücklich?
  • Freue ich mich auf meinen Partner/meine Partnerin oder denke ich im Zorn an ihn/sie?
  • Bin ich grundsätzlich mit dem, was ich bisher erreicht habe, zufrieden?

Natürlich geben diese Fragen keine gründliche Analyse her, dazu braucht es selbstverständlich mehr. Aber sie können helfen, mit unseren Zielen und Bedürfnissen in Resonanz zu gehen. Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir unserem Leben eine klarere Richtung geben.

Eine gute Zeit!

Share on FacebookEmail this to someoneTweet about this on Twitter