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Werde der, der Du werden kannst!

Der Blog zum I Ging

Der Donner – Kick gegen Schmalspur-Denken

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Kennt Ihr das? Ihr rätselt seit Stunden über ein Thema, eine Formulierung, einen Entwurf und dreht Euch immer nur im Kreis? Gerade kreative Menschen geraten manchmal in einen Zustand der „Betriebsblindheit“, in der sie vor lauter Wald die Bäume nicht sehen und je mehr sie sich anstrengen, eine vernünftige Performance zu bieten, desto mehr verstricken sie sich in gefühlter Mittelmäßigkeit, die letztendlich in Frust auf ganzer Linie endet. Und dann kommen plötzlich Menschen daher, die völlig unbedarft und unvoreingenommen einen zufälligen Blick auf unsere Arbeit werfen und in ihrer konventionsfreien Art daherplaudern: „Also das würde ich ja so machen, da fällt mir gerade das zu ein…“ und mit einem Mal lichtet sich der Nebel der Mittelmäßigkeit und uns kommt nur aufgrund dieses Einwurfs die rettende Idee…

Was da passiert könnte man mit dem I Ging als „donnern“ bezeichnen. Wir bekommen einen meist unerwarteten Impuls von aussen, der uns im positiven Sinne „erschüttert“, genauso wie das Grollen des Donners es tut. Impulse dieser Art sind meist nicht bis zum Schluss durchdacht, sonder eher spontan, vielleicht verrückt und auch nicht immer realisierbar. Aber sie schaffen in der Regel eines: Sie rütteln uns einmal kräftig durch, bringen uns dazu, Dinge neu zu überdenken oder mal einen anderen Standpunkt einzunehmen. Da, wo wir in festgefahrenen Bahnen denken, sprengt der Donner diese Linien auf und bringt uns dazu den Trampelpfad auszuprobieren – ohne dabei die Folgen zu bedenken, wohlgemerkt, denn der Donner startet schnell durch, kann sich dabei aber auf der Zielgeraden verlieren, so wie das Donnergrollen immer leiser wird, wenn sich das Gewitter verzieht.

Wir sollten solche „Donnerimpulse“ nutzen, wenn sie sich uns bieten. Und auch, wenn diese natürlich nicht bewusst herbeizuführen sind, können wir doch ein wenig dafür tun, sie zu „provozieren“: offen sein für neue Eindrücke, das Ziel mal für einen Moment aus den Augen verlieren und unsere Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes richten. Manchmal hilft auch ein Standortwechsel, den Geist wieder ein bisschen freier zu machen. Oder sich Anregungen aus der Natur zu holen, indem man die eigenen vier Wände verlässt.

Gute Umsetzung!

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Ich packe meinen Koffer und…

  1. Katherina Brey

    Hallo lieber Hubert!

    Freut mich immer aufs Neue, von Dir mal wieder zu hören, zu lesen, zu lernen. Die Wortwahl des Artikels ist hervorragend und auch, bzw. gerade für den “Nichtkenner” des I-Ging verständlich und macht Lust, sich damit zu befassen. Ich würde liebend gern meinen Koffer packen und gleich mal einen der noch freien Seminarplätze belegen und mein Wissen auffrischen und erweitern. Aber die Funzel hält mich noch immer “in den Klauen” und einen Tag frei zu machen geht halt nicht. Ich wünsche für das Seminar im Juni viele interessierte Teilnehemer, die sich genau wie ich zu I-Ging Begeisterten entwickeln. 🙂

    Mit herzlichen Grüßen
    Katherina

    • Team I Ging

      Hallo Katherina,

      vielen Dank für das liebe Feedback! Das motiviert und bald gibt es noch mehr hier auf dem Blog. Bis dahin, liebe Grüße

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