Werde der, der Du werden kannst!

Der Blog zum I Ging

Der Stille zuhören

swan-173675
Es gibt Momente, da braucht man nichts als sich selbst. Und manchmal möchte man sich das gar nicht so gerne eingestehen. Wir stehen unseren Mann oder unsere Frau tagtäglich, kümmern uns um alles, was uns anvertraut ist und verschieben oftmals unsere eigenen Bedürfnisse auf „irgendwann“.

Lässt uns der enge Tagesplan dann mal ein paar Minuten Freiraum, verbringen wir ihn oftmals vor Fernseher oder Laptop und lassen uns wahllos berieseln oder schieben noch mal schnell einen Termin beim Friseur oder Fitnessstudio ein, damit wir unser Gewissen nicht mit einer Runde Faulenzen belasten müssen. Bekannt?

Weiterlesen

“What one can be, one must be”*

art-1478833

(*A. Maslow)

Dieser Satz ist geklaut und sogar an sehr prominenter Stelle, aber er ist heute wichtig 🙂

Einen Bekannten von mir, einflussreicher Manager, mehr zuhause in Flieger und Bahn als in seinen eigenen vier Wänden, schwer übergewichtig und unter Dauer-Strom, habe ich seit ein oder zwei Jahren nicht mehr gesehen. Als wir beide uns das letzte Mal zufällig bei einer privaten Veranstaltung begegnet sind, wäre ich beinahe Gefahr gelaufen, ihn zu über-sehen, so wenig hatte er auf den ersten Blick noch von dem Menschen, den ich in meiner Erinnerung abgespeichert hatte.

Weiterlesen

Das Leben beginnt im Scheitern

sun-flower-1377755

Es gibt viele Wörter oder Sätze, die sich durch unser Leben ziehen wie ein roter Faden. Einige davon sind positiv besetzt, zum Beispiel Liebe, Glück oder auch ganz handfeste Dinge wie Zuhause, Urlaub usw. Zu den Begrifflichkeiten, die uns in regelmässigen Abständen immer wieder mal unter kommen, die in uns aber jedes Mal Unwohlsein, Unzufriedenheit oder einfach ein ungutes Gefühle hervorrufen ist der Begriff des „Scheiterns“. Zeit und Anlass, sich diesem Gefühl einmal zuzuwenden und ihm ein bisschen Aufmerksamkeit zu gönnen:

Weiterlesen

Sei wie der Sand…

surf-455761

Neulich habe ich einen Kurztrip ans Meer gemacht. Während ich am Ufer stand, beobachtete ich minutenlang wie eine Welle um die andere an den Strand schlug, mit Schaumkronen bedecktes Wasser, das heraufzog, den Sand mit einer zentimeterdicken Wasserschicht bedeckte und sich anschließend wieder zurückzog. Danach war der Boden unter meinen Füssen ein anderer als vorher. Die Muscheln, die vorher dort gelegen hatten, hatten die Wellen wieder mit sich hinaus aufs offene Meer getragen, gemalte und gebaute Kunstwerke der Kinder wurden zurückverwandelt in eine ebene, glatte Sandfläche, tabula rasa in Sekundenschnelle.

Weiterlesen

Ein Fundament…ist ein Fundament…ist ein Fundament…

stone-1184856

Ein Fundament wird gebaut aus Steinen. Harte, feste Steine, jeder für sich solide und alle miteinander noch verbunden durch Zement zu einem noch stärkeren Ganzen. Unerschütterlich, tief im Boden verankert. So sollte es sein. Wenn wir ein Haus bauen, können wir nicht oberhalb der Erde anfangen, sondern wir müssen ein Stück weit in die Erde eindringen, unsere Steine hineinlegen und fest zementieren. Erst dann können wir anfangen am sichtbaren Teil unseres Hauses zu bauen. An dem Teil, der schön sein soll. Dann können wir anfangen,

Weiterlesen

Sein Licht aus dem Herzen heraus strahlen lassen – Der Besitz von Großem (Hexagramm 14)

sun-679547

Wir fragen uns häufig, warum uns Dinge nicht gelingen. Wir haben einen Plan gemacht, uns Mittel und Wege zurechtgelegt, Für und Wider abgewogen, manchmal sogar viel investiert: Geld und Zeit in eine neue Ausbildung, vielleicht sogar ein schwer gefallener Umzug oder Trennung von Dingen, die uns eigentlich wichtig waren… Und doch, obwohl wir objektiv gesehen alles getan haben, was nötig war, bleibt der Erfolg, den wir uns so ersehnt haben, aus. Warum?

Weiterlesen

Blick in die Weite – der Wanderer

switzerland-862870

„Das Auge ist auf den Berg gestiegen“, das waren die Worte, die mir spontan einfielen, als ich das Hexagramm 56, „Der Wanderer“, das erste Mal sah. Ohne zunächst die genaue Bedeutung des Zeichens zu kennen, kamen mir so viele Assoziationen zu diesem Bild, dass ich merkte wie sehr meine Phantasie durch dieses Zeichen angetriggert wurde. (Anmerkung: Hexagramm 56 ist zusammengesetzt aus unten Berg und oben Feuer, dem Feuer wiederum ist das Auge als Körperteil zugeordnet.)

Ein Auge auf dem Berg hatte für mich etwas von Ausschau, ein bisschen was von Wache halten, Grenzen bewachen, gleichzeitig aber auch von vorsichtigem Ausspähen, Suche nach neuen Zielen, Ausblick auf ferne Länder.

Wer auf den Berg steigt, lässt etwas hinter sich. Ich starte

Weiterlesen

Bitte anschnallen – mit dem Wind geht die Post ab!

horse-430441
Bei einem Beratungsgespräch, in dem es um meine berufliche Ausrichtung ging, sagte ein Coach einmal zu mir: „Sie müssen ja nicht unbedingt den genauen Hafen kennen, an dem Sie anlegen wollen, aber zumindest das Ufer wäre gut…“

Was er damit so sinnbildlich sagen wollte, war: Es ist zwar nicht nötig, sein Ziel bis ins kleinste Detail zu kennen, aber um etwas zu erreichen sollte man zumindest eine grobe Richtung wissen, die man einschlagen möchte. Für mich bedeutete das damals die Entscheidung, mich entweder für meine kreative Seite zu entscheiden mit dem Risiko, an einigen Punkten bei Null anfangen zu müssen, oder einen eher konservativen, aber dafür sicheren beruflichen Weg einzuschlagen.

Ein Zeichen im I Ging, dem das besonders schwerfällt,

Weiterlesen

Ich packe meinen Koffer und…

boat-1336588

…reise zu mir. Ein merkwürdiges Reiseziel? Mitnichten. Wir suchen Entspannung am Meer, Abwechslung in den Bergen, den „Kick“ beim Survival Urlaub… wir investieren viel für ein paar Tage „Rauskommen“, „Ablenkung“, manchmal auch „Vergessen“. Wie wäre es mal mit ein paar Minuten „Reinkommen“ „Dableiben“, „Aushalten“? Ja, das klingt nicht so schön wie Sonne und Meer, macht vielleicht auch ein leicht ungutes Grummeln im Bauch, weil dieser Schleier „Selbstfindung“ ein bisschen darüber hinweg weht… Interessant ist hier auch die Wortwahl: Wir „finden uns selbst“, wir reisen zu uns selbst, klingt sehr stark danach als wäre unser eigenes Ich ein ziemlich weit entferntes Reiseziel, oder? Und selbst wenn ich die positive Variante des Ganzen wähle: „Ich bin bei mir“ dann ist „bei“ zwar schon sehr nahe dran, aber immer noch irgendwie weg…

Weiterlesen

Der Donner – Kick gegen Schmalspur-Denken

storm-918589

Kennt Ihr das? Ihr rätselt seit Stunden über ein Thema, eine Formulierung, einen Entwurf und dreht Euch immer nur im Kreis? Gerade kreative Menschen geraten manchmal in einen Zustand der „Betriebsblindheit“, in der sie vor lauter Wald die Bäume nicht sehen und je mehr sie sich anstrengen, eine vernünftige Performance zu bieten, desto mehr verstricken sie sich in gefühlter Mittelmäßigkeit, die letztendlich in Frust auf ganzer Linie endet. Und dann kommen plötzlich Menschen daher, die völlig unbedarft und unvoreingenommen einen zufälligen Blick auf unsere Arbeit werfen und in ihrer konventionsfreien Art daherplaudern: „Also das würde ich ja so machen, da fällt mir gerade das zu ein…“ und mit einem Mal lichtet sich der Nebel der Mittelmäßigkeit und uns kommt nur aufgrund dieses Einwurfs die rettende Idee…

Weiterlesen

Seite 4 von 4

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén