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Der Blog zum I Ging

Wie eine Bahnschaffnerin zu meiner I-Ging Beraterin wurde

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Es war im Sommer 2006: Ich hatte ein Seminar zum I Ging in Münster gegeben. Nachdem alle Teilnehmer gegangen waren packte ich meine Unterlagen zusammen und dachte darüber nach, was meine nächsten Aufgaben waren. Dabei fiel mir ein, dass ich an diesem Abend noch ein wichtiges Gespräch mit einem bisherigen Geschäftspartner hatte. Wir hatten uns zerstritten und jetzt ging es darum, Regelungen für eine Trennung zu finden, insbesondere hinsichtlich der finanziellen Gegebenheiten. Ich hatte mir eine Liste mit meinen Forderungen gemacht und wollte auch das I Ging noch dazu befragen, doch ich bemerkte in mir eine innere Unruhe, die mich davon abhielt.

Jetzt war die große Frage, wie sollte ich damit umgehen. Da kam mir der Gedanke, ich könnte mein Unterbewusstsein fragen. Deshalb formulierte ich an mein Unterbewusstes auf dem Weg zum Bahnhof: „Bitte schick mir einen Vorschlag, wie ich mit dem Gespräch heute Abend umgehen soll“. Grundsätzlich befragt man ja auch beim I Ging sein Unterbewusstsein und erhält eine Antwort in Form eines Hexagramms, das wiederum sinnbildlich für ein “Urteil”, also einen Hinweis, steht.

Die weise Schaffnerin

Der Zug traf ein, und ich nahm Platz im Bordrestaurant. Der Grund dafür war, dass ich zwar ein Monatsticket 1.Klasse für unser regionales Verkehrsgebiet hatte – Münster gehörte allerdings nicht mehr dazu. Deshalb hatte ich zur Überbrückung der Strecke Münster bis Sythen ein Ticket Zweiter Klasse gebucht, da ich für diese kurze Strecke nicht den hohen Preis für die Erste Klasse zahlen wollte. Danach galt ja mein Monatsticket. Da der Zug in Sythen nicht hielt, wusste ich nicht genau wann ich in die erste Klasse wechseln durfte. Die Schaffnerin kam, und ich fragte sie beim Kontrollieren der Fahrkarten, wann wir denn in Sythen seien. Sie schaute mich wohlwollend an und sagte zu mir: „Das wollen wir doch nicht so pingelig nehmen“. Ich bedanke mich recht herzlich, und mir wurde schlagartig bewusst, dass diese Aussage nicht nur für diese Bahnfahrt, sondern auch für mein anstehendes Gespräch Geltung hatte. Mir wurde klar, ich würde meine Liste mit Forderungen nicht präsentieren, sondern erst meinem Geschäftspartner zuhören, welchen Vorschlag er zur Lösung hatte. Der Satz der Schaffnerin “Das wollen wir doch nicht so pingelig nehmen” war für meine Frage quasi die Aussage eines Hexagramms – nur ohne Hexagramm.

Die Umsetzung

Mein Geschäftspartner und ich trafen uns in einem Restaurant. Ich hörte ihm die ganze Zeit aufmerksam zu und er präsentierte mir seinen Lösungsvorschlag für unsere finanziellen Angelegenheiten. Ich war erstaunt – dieser Vorschlag war wesentlich besser als mein Forderungskatalog. Nach kurzem Staunen stimmte ich seinem Vorschlag ohne Diskussion zu.

Jetzt schaute er mich verwirrt an: „Hubert Ich kenne dich, warum diskutierst du nicht oder treibst deine Forderungen höher?“ Ich legte ihm meinen Forderungskatalog vor und sagte: „Weil meine Forderungen wesentlich niedriger waren. Ich käme mir jetzt schmutzig vor, wenn ich bei deinem großzügigen Angebot verhandeln würde.“ Wir hatten beide die Tränen in den Augen.

Er überwies mir sofort mein Geld. Wir hatten unser Geschäftsproblem würdevoll gelöst.

I Ging für Meister

Was will ich damit sagen? Wir können auch Antworten bekommen, ohne dass wir das I Ging direkt befragen. Hierzu bedarf es im Grunde genommen nur drei Dinge:

  1. Die Fragestellung genau zu definieren! Was will ich wissen?
  2. Diese Frage an unser Unterbewusstes zu schicken.
  3. Warten, bis wir durch eine Situation oder einen Mitmenschen eine Antwort bekommen.

Das mit den Mitmenschen, habe ich ja schon ausreichend erklärt. Oft wollen uns auch Situation etwas sagen, aber wir nehmen Sie nur als lästige Störung wahr. Ein kleines Beispiel von mir: Ich war durch ein Projekt in Hektik und wollte es schnell erledigen. Zwischendurch machte ich mir „mal schnell“ einen Kaffee und stieß ihn in der Eile um, so dass der komplette Küchenboden verdreckt war. Natürlich habe ich geflucht, dann wurde mir klar, ich sollte mein Tempo verringern. Poetisch ausgedrückt: Wenn du es eilig hast, gehe langsam.

Im I Ging gibt es einen Zweig, der sich: I Ging für Meister nennt. Bei dieser speziellen Form des “Orakelns” ist der, der das I Ging anwendet so verbunden und fortgeschritten mit dem I Ging, dass er die Fähigkeit besitzt, allein an der Betrachtung der Natur die Hexagramme abzulesen. Was mir passiert ist, ist eine ähnliche Betrachtungsweise, wenngleich es natürlich noch nicht als “IGing für Meister” anzusehen ist.

Ich würde gerne von Euch wissen: Kennt ihr solche Situationen?  Habt ihr Lust darüber zu berichten?

Dann freue ich mich auf eine Antwort und verbleibe bis zum nächsten Artikel mit sonnigen Grüßen

Euer Hubert

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  1. Silke Lucht

    Ja ne is klar;-)= offensichtlich!

    Das IGING geht den Weg der Tu genden und weist uns Menschen Liebe und Gerechtigkeit (zu).
    Viele Religionen auch.
    Es steht und stand für mich immer im Einklang mit meiner Liebe zu Gott, fast wie ein Sprachrohr.
    In guter Gesinnung und mit offenen Sinnen für Ihn – Du Hubert nennst es das Unterbewusstsein- bekomme ich immer wieder Hin weise , die mir sehr weiterhelfen und mich stärken. (wenns auch manchmal etwas dauert, bis ich es quecke)
    Beispiele? Ich nenne 2,3 von x…
    Nach langer Krankheit und Nichtstun las ich ‘Oblomow’-das ist einer, der zwar könnte, aber in Trägheit hängenbleibt .
    Machte mich sehr nachdenklich. Kann ich? Was hat sich verändert, bin ich faul etc.
    Der Anstoß reichte wohl nicht. In Gedanken an meine Situation fand ich beim spazieren eine Münze von 1920 und las:
    Sich regen bringt Segen.-
    Es gibt unzählige Arten, wie Hinweise kommen.
    Man kann sich aber auch verrückt machen, weshalb ich sonst nicht davon spreche-Verwirrung ist ja nicht der Sinn der Sache, wenngleich eine Gefahr!
    Ich habe in Jahren gelernt:
    In dem Bruchteil der Sekunde, wo ich etwas’ denke’, passiert etwas-
    die Worte in dem Film grad; Sirenengeheule; Vollmond zwischen den Bäumen; aus dem Nebel scheint Sonne und … (endlos)-
    der Hinweis ist direkt.
    Ich hab vieles auf geschrieben.
    Ein schönes Beispiel noch,sehr intensiv wars für mich, vor langer Zeit:
    Ich spaziere am Berg.Schaue in den Abendhimmel und die Sterne, empfinde Schauer ob der Un fass bar keit Allens. ..frage innerlich sehr ergriffen ‘ist da eine Verbindung zum Universum’ –
    ein Vogel/Fledermaus berührt mich im schnellem Flug am Kopf.
    Erschrocken und erfüllt gehe ich he im.
    Hach, Grad weiter schreiben könnte ich, aber jetzt reichts!
    Eins noch:
    A.Grün sagte:
    Die friedlichen Gedanken kommen von den Engeln, die aufregenden negativen von den Dämonen.
    Mir hilft dieser Leitfaden.
    Liebe Grüße
    Silke ●■▲★

  2. Silke Lucht

    Liebes Team
    da wäre einiges ,was ich berichten könnte. Erstmal würde mich jedoch interessieren-
    Wo finde ich denn die Kommentare;
    sind diese nur Euch oder jedem im Block zugänglich?
    Danke im vor raus und ♡-liche Grüße
    Silke

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